18.02.2020 von Steirerin / Harald Mohring

Den Kaffee bringt das Segelschiff – Teikei Coffee geht eigene Wege

Kaffeetransport mit dem Segelschiff
Teikei kommt aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie Zusammenarbeit. Gemeint ist eine solidarische Landwirtschaft im Kaffeeanbau über Kontinente hinweg. Das Non Profit Unternehmen bringt mexikanische Kaffeebauern und deutsche Kaffeeliebhaber direkt zusammen. Das Besondere an diesem Fairtrade Projekt: Die Kaffeebohnen kommen mit dem Segelschiff nach Europa.

Teikei Coffe ist ein kleiner nachhaltige Kaffeeproduzent aus Freiburg. Ziel der Initiative ist neben einer gerechten Entlohnung der Bio-Kaffeebauern eine richtige Gemeinschaft zwischen verantwortungsbewussten Konsumenten und Produzenten aufzubauen. So bestellen die Konsumenten ihren gesamten Jahresbedarf an Kaffee im Voraus. Das garantiert den mexikanischen Landwirten die Abnahme ihres Produktes und macht sie unabhängiger. Pro Kilogramm erhalten die Kaffeebauern rund € 7,80, was in etwa 27 % des Kaffeepreises entspricht. Auf derzeit drei Fincas werden die Kaffeebohnen aus nachhaltiger Landwirtschaft per Hand geerntet und an Teikei geliefert. CO2-neutral kommen die Kaffeebohnen dann mit dem Segelschiff nach Europa.

Die "Avontuur" benötigt rund 70 Tage für die Überfahrt. Erst in Norddeutschland werden die Kaffeebohnen geröstet und an die Verbraucher geliefert. So ist immer frischer Nachschub des braunen Goldes sichergestellt, wobei der Konsument selbst bestimmen kann, wie oft die Lieferung der 1kg-Tüten erfolgt. Die nahe Hamburg ansässige Rösterei Dockland Coffeeroasters liefert 1x, 2x, 3x, 4x, 6x oder 12x jährlich. Teikei Coffee ist ein Miteinander auf Augenhöhe wichtig, daher steckt das Unternehmer viel Geld in die Bildung und Ausbildung der Kaffeebauern. Gemeinsam entwickeln sie ein globales Wirtschaftssystem und eine zukunftsfähige Landwirtschaft für möglichst viele Kleinbauern und ihre Familien. Echtes Fairtrade eben.

Mit-Initiator Hermann Pohlmann